Die Panzersperre

Es geht weiter am nächsten Eichentisch. Als ein Bekannter einen Blick auf die Füsse des Tisches während des Verleimens warf, fuhr es aus ihm heraus: „Was wird denn das schon wieder für eine Panzersperre?!“. Offensichtlich hab ich mich auf den Bau von Monstermöbeln spezialisiert…

Das Holz hatte sich beim Ablagern stark geworfen (offensichtlich auch nicht sorgsam gestapelt) und so musste ich die Lamellen für das Tischblatt von 80 auf 65 runter hobeln. Das war schweisstreibend, denn der Sommer kam mit Macht zurück.

Je zwei Lamellen habe ich mit 14er Flachdübeln verbunden. Zum Verleimen der so entstandenen drei breiteren Lamellen brauchte ich schon Hilfe, ging im weiteren Verlauf problemlos. Man muss dabei darauf achten, das die Flachdübel im leimlosen Zustand nicht zu fest sitzen – man hat nur einen Versuch. Sonst hilft nur noch die Säge und der Jähzorn lässt die Hammer durch die Gegend fliegen. Bei den ersten Lamellen musste ich eine Vielzahl von Zwingen ansetzen und mit dem grossen Hammer nachhelfen. Danach habe ich jeden einzelnen Flachdübel in einem Pobestück mit Langloch gecheckt.


Die Hirnholz“leiste“ habe ich ebenfalls mit 14er Flachdübeln an die Füsse geleimt, genau in der Breite des Tischblattes.


Diese Teile werden dann mit jeweils dreizehn Dübeln an die Stirnseiten geleimt. An den Füssen sind jeweils vier Dübel eingelassen. Die mittleren Dübel sitzen passgenau und werden verleimt. Für die äusseren Dübel habe ich die etwas weitere Einstellung an der Domino XL gewählt. So kann das Ganze noch arbeiten. Ich hoffe, das funktioniert…


Zwei Beine sind dran.

Dann gab es noch einen Rotwein!