Von Aufrißbrettern, Hilfsvorrichtungen und Serienfehlern

manchmal läuft es gut und manchmal beißt man sich in den Arsch

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In Berlin streiten die Aspiranten auf die GroKo um die Wette. Sollte die nicht zu Stande kommen, wäre es das Ende von Angie als Kanzlerin. Für die SPD eigentlich verlockend. Aber man weiss: oftmals kommt man vom Regen in die Jauche… Beschissene Situation in die sich die SPD manövriert hat! Obwohl nur 50 km entfernt ist das aber weit weg. Hier regnet es mal wieder und man denkt, das bleibt jetzt bis April so.

Für die Seitenteile der Bibliothek habe ich mir ein Aufrißbrett gemacht um Mess- oder Ablesefehler zu vermeiden. Damit habe ich die Position für die Lamellos angezeichnet und gefräßt. Das ging gut. Auf der anderen Seite habe ich die Positionen für die Zwischenbretter markiert, angezeichnet und mit der Schablone von Lamello die Bohrlöcher markiert. Das lief auch gut. Und ich war richtig froh, wie das lief. Iregendwann rechnete ich im Kopf aus wieviele Löcher ich überhaupf bohren muss. Pro Seite 24. Ich liess meinen Blick über so eine Seite schweifen, wurde unsicher und zählte nach… Scheisse! nur Zwanzig! Irgendwann hatte ich das Anrissbrett gedreht und munter weiter gebohrt.

Es folgte ein sehr lauter Schrei!

Meine Frau kam herbei gelaufen und fürchtete, sie würde mich wieder mit einem Spaltkeil im Kopf antreffen.

Ich hatte 200 Löcher falsch gebohrt! Das brauchte erst mal einen Schnaps. Und dann noch einen.

Hin und her überlegt. Andere Teilung? oder wie? oder was? Es blieb mir nichts übrig: ich habe 200 Querholzdübel aus Kirsche angefertigt, eingeleimt, plan gefräst. Die letzten Hundertstel dann mit dem Blockhobel weg genommen.

Danach (also sehr spät!) habe ich die richtige Seite des Aufrißbrettes deutlich markiert und die restlichen Teile fertig gebohrt.

Nun wollte ich vier von den Halbsäulen siehe auch hier für die 45 Grad Ecken vorbereiten. Seit einigen Tagen denke ich darüber nach, wie man das am besten hin bekommt. Ich habe keine Säge mit schwenkbarem Aggregat. Bei meiner Frommia-Tischsäge muss ich den Tisch kippen. Und bei 45 Grad ist das kein vernünftiges Arbeiten mehr.

Also habe ich eine Spannvorrichtung für die Tischfräse gebaut. Die nötigen Dimensionen habe ich auf Millimeterpapier ermittelt. Mein Bruder hat mir meinen schwenkbaren Fasenfräser repariert (Danke!) und mit dem wollte ich das in Angriff nehmen. Ich musste nur die Schneidtiefe genau justieren und konnte die Frässpindel bei jedem Durchgang 2mm nach Oben fahren. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

6 thoughts on “Von Aufrißbrettern, Hilfsvorrichtungen und Serienfehlern

  1. Scheiße! Solche Momente hasse ich.
    Ich habe aber aus der Beschreibung nicht verstanden, warum du die fehlenden Löcher nicht einfach dazubohren konntest, oder waren alle Löcher auf der anderen Brettseite falsch angezeichnet?

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  2. Jetzt hab ich Dich nicht verstanden. Also: Alle Anrisslinien lagen falsch (5 statt 6 und auch andere Aufteilung.). Je 4 Bohrlöcher. Und dass bei 10 Seitenteilen. Ich musste anstelle der 200 nun 240 neu an anderer Stelle bohren. Die ersten zwei Seiten waren richtig und zwei hatte ich noch nicht angefangen. Ich war eigentlich kurz vor fertig. Dann hat es aber einen zusätzlichen ganzen Tag gekostet.

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  3. Übrigens wenn du Holzstöpsel bzw. Dübel am Rand einer Leiste bohrst, also dass die Schneiden des Bohrer an einer Brettseite immer ein wenig frei liegen, werden an dieser Stelle die Späne super ausgeworfen, die Bohrung verstopft nicht so leicht und der Dübel Schneider wird auch nicht so heiß.

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  4. Ich habe ein paar Dübelbohrer von Veritas. Die schneiden ein wenig konisch. Damit wird beim einschlagen der Rand sehr gut verschlossen. Problem ist nur, wenn der Dübel beim Bohren vom Opferholz abreisst. Dann sitzt der Dübel so fest im Bohrer, dass mann ihn nur mit der Säge heraus bekommt. Ist mir drei, vier mal passiert.

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